Das Vormundschaftswesen

Das Vormundschaftswesen wird seit 01. Januar 2013 für den ganzen Kanton Zug durch das neue Amt für Kindes- und Erwachsenenschutz, Bahnhofstrasse 12, 6300 Zug, geführt.


Die untenstehenden Ausführungen hatten bis am 31. Dezember 2012 Gültigkeit:

Nach der Schaffung der Bürgergemeinde wurde ihr als eine der wesentlichen Aufgaben das Armen- und Vormundschaftswesen für ihre Ortsbürger zugewiesen. Dies besagt, dass die Bürgergemeinde zur fürsorglichen Betreuung verarmter Bürger verpflichtet ist. Wohl hat das im Laufe der Zeit immer stärker betonte Wohnsitzprinzip im Fürsorge- und Vormundschaftswesen eine erhebliche Entlastung der Bürgergemeinden bewirkt.

Andererseits ergeben sich aus den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen auch ganz neue Probleme, mit denen sich die Bürgergemeinde auseinanderzusetzen hat.
In die Zuständigkeit des Bürgerrates als Vormund schaftsbehörde fallen im Wesentlichen die Anordnung und Aufhebung von Vormund-, Beistand- und Beirat schaften sowie allfälliger vorsorglicher Massnahmen, die Ernennung der Vormünder, Beistände und Beiräte, die Überwachung ihrer Amtsführung sowie die Erledigung von Beschwerden gegen diese Amtspersonen. Im Weiteren ist die Bürgergemeinde auch für die Verwaltung des Mündelvermögens verantwortlich.

Seit mehr als einem Jahrhundert führte die Bürgergemeinde Zug das Vormundschaftswesen im Rahmen der verfassungsmässigen und gesetzlichen Zuständigkeit. Sie leistete in diesem Bereich angesichts der heute bestehenden rund 30 - 40 Vormund-, Beirat- und Beistandschaften und des verwalteten Mündelvermögens von mehreren Millionen Franken eine bedeutende Arbeit.